Pflichtstück für die Erste Kategorie des Flicorno d’Oro – Blasorchester Wettbewerb

Alte Volkslieder aus Island basieren auf vier alten Melodien der isländischen Folklore. Tvísöngur: Ísland Farsælda Frón (Two Singing) Die meisten der alten isländischen Volkslieder sind monophone Melodien. Die einzige Ausnahme ist das sogenannte Phänomen Tvísöngur oder Double-Chant, das genau aus einem Lied für zwei Stimmen besteht, von denen eine mit dem Cantus firmus zusammenfällt, während der andere im Abstand eines perfekten Fünften parallel dazu verläuft. Grafskrift: Sæmundar Klemenssonar líkami (ein Epitaph) Dieses Stück ist ein wunderschönes, melancholisches langsames Lied. Sein Text stammt aus einer Grabschrift. Die Harmonien des Liedes spiegeln eine alte Tradition wider und versuchen, die eisige und einsame Landschaft, die für große Gebiete der Insel typisch ist, darzustellen. Krummavísur (The Raven) Dieses archaische und obskure Lied erzählt von einem Raben, der in den langen und kalten Wintern, die für das isländische Klima typisch sind, wütend versucht, Nahrung zu finden. Der Rhythmus verfügt über einen 7/8 dynamischen und überwältigenden Meter, der versucht, den verzweifelten Flug des Vogels zu beschreiben, der nach etwas sucht, das ihm helfen kann, zu überleben. Uppi í háa hamrinum (An der Spitze des Felsens) Wörtlich „an der Spitze des Felsens“ ist dies ein sehr einfacher monophoner Gesang, der oft von älteren Menschen und Kindern gesungen wird. Die kontinuierliche und fast hypnotische Wiederholung ist sehr beeindruckend und die Anordnung erinnert an die musikalischen Formen des alten Bacchanals. Im letzten Abschnitt überlappt sich die Melodie und verbindet sich mit der des vorherigen Songs (Krummavísur). Diese Komposition wurde unter den Top 25 (von über 100 erhaltenen) ausgewählt, die sich für das Viertelfinale des Internationalen Kompositionswettbewerbs für Blasorchester-Coups de Vents im Départements du Nord und Pas-de-Calais qualifizierten. Das Thema dieser fünften Ausgabe (2014-2015) war Musique du Monde.